Sonntag, 26. Februar – Erster Fastensonntag
Die „Trau-Dich-Zeit“ vor Ostern
Vor einigen Jahren habe ich einmal den Vorschlag gelesen, den Begriff „Fastenzeit“ durch „Trau-Dich-Zeit“ zu ersetzen. Also die 40 (eigentlich ja 46) Tage der österlichen Bußzeit nicht primär als Zeit des Verzichts und der Selbstbeschränkung zu verstehen, sondern als eine Zeit voller Chancen. Natürlich kann dazu eine Veränderung des Gewohnten helfen. Aber wir sollten nicht beim Verzicht stehen bleiben.
Denn es geht um ein Frei-Werden in zweierlei Hinsicht: Ich versuche, mich von Gewohnheiten zu verabschieden, die mich einschränken wie körperliche und geistige Abhängigkeiten und Süchte. Also Verzicht auf übermäßiges Essen, bewusster Konsum, Reduktion von Fleisch (oder gleich der Verzicht darauf), nichts Süßes, kein Alkohol (für Erwachsene), weniger Medienkonsum und Verzicht auf weitere Suchtmittel. Frei werden von dem, was mich bewusst oder unbewusst festhält.
Aber beim Frei-Werden geht es auch um das Entdecken neuer Möglichkeiten. Ich kann Gewohnheiten bewusst ändern, um Neues zu entdecken.
Also: Trau dich, Gewohntes zu lassen. Trau dich, Freiräume zu schaffen. Trau dich, etwas Neues zu beginnen.
(Gregor)
[Bild: Sarah Frank | factum.adp, in: Pfarrbriefservice.de]
im Anschluss das Fastensuppen-Essen (Pfarrsaal).
um 12:20 brechen wir zum Outdoor-Kreuzweg nach Perchtoldsdorf auf
